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Wie das Kikaninchen ins Fernsehen kommt
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Media & Communication Systems (MCS) GmbH Thüringen (Steckbrief)
MEDIA & COMMUNICATION SYSTEMS (MCS) GMBH THÜRINGEN
Wie das Kikaninchen ins Fernsehen kommt
Die MCS Thüringen fertigt für die Kikaninchen-Animationsfilme die komplette Greenbox-Produktion.
Hauruck, Hauruck. Angestrengt schiebt ein blaues Kaninchen ein Kissen ins Zimmer. „Hallo Kikaninchen“, sagt ein junger Mann. „Hallo Christian“, antwortet das Kikaninchen. Beide begrüßen sich mit einem Nasenreiben. „Du hast Dein Geschichten-Kissen dabei“, fragt Christian, „welche Geschichte möchtest Du hören?“.
Auf diese Weise beginnen viele der Kikaninchen-Animationsfilme, die im Kinderkanal ARD/ZDF, produziert von Studio.TV Film GmbH, vormittags als Rahmenprogramm für die Vorschulsendung laufen. Beide entdecken jeden Tag Neues, erzählen Geschichten, treffen Kinder oder basteln sich Spielzeug aus der Kramkiste. Leicht und locker kommen die Animationsfilme mit Kikaninchen und Christian daher. Wie viel Arbeit in ihnen steckt, können die kleinen Zuschauer nicht sehen.
Enormer Aufwand nötig
Sehr genau weiß das hingegen Ulrich Knorr, Produktionsleiter der MCS GmbH Thüringen. Denn hier im Studio C des KinderMedienZentrums wird die komplette Greenbox-Produktion für die Sendung gemacht. Die MCS Thüringen stellt die komplette Technik und das Personal. Modernste HD-Kameratechnik steht zur Verfügung, die Lichttechnik ist den HD-Anforderungen angepasst. „Es ist ein enormer Aufwand notwendig gewesen, das Studio lichttechnisch so einzurichten und zu optimieren, dass für die Aufzeichnung und die nachfolgende komplexe Endfertigung optimale Ergebnisse erzielt werden können“, sagt Knorr.
Das Drehen selbst ist genauso komplex und anspruchsvoll. Christian Bahrmann, der Schauspieler des Christian, muss sich beispielsweise vor dem nackten grünen Hintergrund - unterstützt höchstens von einigen wenigen Requisiten - sehr genau bewegen, darf niemals in die falsche Richtung schauen. „Um ihn zu unterstützen, spielen wir das Storyboard auf einem großen Monitor ein, damit er ansatzweise weiß, wie die Szene aussieht“, erklärt Knorr.
Modulproduktion erleichtert Arbeit
Sind die Dreharbeiten abgeschlossen, geht es gleich an den Schnittplatz, denn die Zeit drängt. Nach der Abnahme gehen die Greenbox-Sequenzen nach Halle zur MotionWorks GmbH. Hier entsteht die Animation und die Filme werden am Rechner mit dem Kikaninchen und den vielen weiteren Inhalten komplettiert.
Allein für die erste Staffel, die von Januar bis April 2010 läuft, müssen in Erfurt ungefähr 400 Greenbox-Minuten produziert werden. „Dafür haben wir täglich von 8.30 bis 18.30 Uhr zu tun“, berichtet Knorr, „im Schnitt können so pro Tag 10 bis 14 Minuten produziert werden“. Dabei muss nicht jede Szene neu produziert werden. Beispielsweise gibt es auch Begrüßungs- und Verabschiedungsmodule, die - einmal gefertigt - immer wieder verwendet werden können.
Nicht nur zeitlich und fachlich gesehen sind die Anforderungen an die Produktion hoch. Allein von der MCS Thüringen arbeiten etwa 15 Beschäftigte an der technischen Umsetzung der Greenbox-Produktion des Kikaninchen.


