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Ganz unten - MCA stattet internationale Produktion „Hidden“ aus
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MCA stattet internationale Produktion „Hidden“ aus
Die Journalisten stehen in dem leeren weißgetünchten Raum an Stehtischen und essen Häppchen. Dutzende sind gekommen, Kamerateams, Fotografen, Reporter mit Stift und Zettel. Sie lauschen den Worten von Marc-Daniel Dichant. Dichant ist Producer beim Filmkollektiv SCHMIDTz KATZE.
Er berichtet von den Dreharbeiten zu der deutsch-polnisch-kanadischen Kinoproduktion „Hidden“. Die finden in der neuen Produktionshalle der MCA in der Sommerfelder Straße im Leipziger Osten statt. „Wir finden hier exzellente Arbeitsbedingungen“, diktiert Dichant den Journalisten in die Blöcke, „viele der Specialeffects werden nur durch den Dreh in so einer großen Halle möglich“.
Kanalisation nachgebaut
Für den Film hat die Montagecrew unter Beteiligung der MCA auf einer Fläche von 30 x 15 Metern etwa 50 laufende Meter Tunnelröhren gebaut. Die Röhren haben Knicke, Kreuzungen, Verwinkelungen. Der Bau stellt das Röhrensystem der Kanalisation von Lvov dar.
In dieser Kanalisation haben sich gegen Ende des 2. Weltkriegs Juden versteckt, die aus dem Lvover Ghetto vor dem sicheren Tod geflohen waren. Der Film „Hidden“ erzählt von ihrem Überlebenskampf unter den schrecklichen Lebensbedingungen im Abwassersystem der damaligen ostpolnischen Stadt. So sehen die Bauten auch ziemlich authentisch aus, der Dreck ist förmlich zu spüren.
Aufwändige Drehs
„Einzelne Abschnitte der Aufbauten sind extra für Specialeffects präpariert worden, zum Beispiel für Wassereinbrüche, herabfallende Ziegelsteine usw.“ berichtet René Zetzschke, Projektleiter für „Hidden“ bei der MCA. Die MCA-Mitarbeiter waren auch am Bau einer fast 200 Kubikmeter großen Kammer voller Klärbecken beteiligt. Einer der Kunstmaler konnte sich im Kreis der Babelsberger Ausstattungscrew beweisen und im Bereich Patina mitwirken. „Am Ende sah die Klärbeckenkammer aus wie eine Klärbeckenkammer, roch aber deutlich angenehmer…,“ sagt Zetzschke.
Das „Hidden“-Team hat 13 Drehtage in der Halle in der Sommerfelder Straße für Innenaufnahmen verbracht. Keine leichte Aufgabe für die Crew. „Drehs mit Wasser sind immer sehr aufwändig“, erklärt Producer Marc-Daniel Dichant. So muss zum Beispiel die Wassertemperatur bei stundenlangen Dreharbeiten hoch gehalten werden. Schließlich sollen die Stars wie Robert Wickiewicz, Benno Führmann, Angieszka Grochowska und Maria Schrader auch am nächsten Tag noch gesund und munter am Set stehen.
Perfektes Rundherum
Für den optimalen Ablauf der Dreharbeiten hat die MCA übrigens auch ein Bürogebäude samt Garderoben für Schauspieler, Maske und Kostüm hergerichtet. In einem dieser Räume erfahren die Journalisten, dass für die internationale Produktion unter anderem auch in der ehemaligen Sternburg-Brauerei am Rande von Leipzig gedreht wurde. Das Set dort wurde auch unter Mitwirkung der MCA hergerichtet.



