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Mit Geschick und Wagemut
MCA-Azubi gewinnt Leistungsvergleich
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Media City Atelier (MCA) GmbH (Steckbrief)
MEDIA CITY ATELIER (MCA) GMBH
Mit Geschick und Wagemut
MCA-Azubi gewinnt Leistungsvergleich der Tischlerlehrlinge
Sebastian Gabriel hält das Stück Holz prüfend gegen das Licht. Die Flächen sind plan gehobelt, die Kanten im Winkel, die Maße stimmen. Nun kann der Tischlerlehrling das Teil problemlos im Regal verbauen, dass er gerade für die Requisite einer Fernsehserie anfertigt. Gabriel ist Lehrling im ersten Lehrjahr bei der Media City Atelier GmbH (MCA). Der 25-Jährige hat seine Berufung spät, aber noch rechtzeitig gefunden.
Interessanterweise bei seiner ersten Ausbildung, zum Einzelhandelskaufmann in einem großen Möbelfachgeschäft. „Das Verkaufen war ganz und gar nichts für mich, aber der Umgang mit Holz liegt mir“, sagt der gebürtige Leipziger. Also beendete er die kaufmännische Lehre, um den Abschluss zu haben, und sattelte um.
Sieger im Leistungsvergleich
Das ging einfacher als gedacht. Auf einer Azubimesse hatte Gabriel die MCA kennengelernt, war von den Möglichkeiten für Tischler beim Bühnen- und Dekorationsbau für Film und Fernsehen sehr angetan, hat sich beworben - und die Lehrstelle bekommen. Holz sei ein warmes, vielseitiges Material, sagt er, der Duft verführerisch. Das entsprechende Geschick des Bearbeiters vorausgesetzt, passe es sich dessen Wünschen widerstandslos an.
Dass er nicht nur Freude an, sondern auch Talent für die Tischlerei hat, ist ihm vor wenigen Wochen in einem Wettbewerb nachgewiesen worden: Beim mittlerweile 8. sächsischen Leistungsvergleich der Tischler und Holzmechaniker des ersten Lehrjahrs am BSZ für Technik im erzgebirgischen Limbach/Oberfrohna. Die Jury aus einer Reihe an gestandenen Handwerkern kürte Sebastian Gabriel zum Sieger. Als Prämie gab es ein Stechbeitel-Set vom Feinsten.
Gabriel wurde von seiner Berufsschule in Schkeuditz gemeldet. Zunächst hatten alle 18 Teilnehmer einen theoretischen Prüfungsteil zu allgemeinen Regeln des Holzhandwerkes zu meistern. Dann musste jeder nach Zeichnung ein Holzpuzzle aus zwei verschiedenen Holzsorten fertigen.
Unterstützung von der Familie
„Das relativ einfach aussehende Teil hatte durchaus seine Schwierigkeiten“, erzählt Gabriel. Es kam darauf an, die Zeichnung richtig zu lesen, um dann alle Maße und Winkel passgenau auf das Werkstück übertragen zu können. „Da verlangte jede Menge handwerkliches Geschick und ein hohes Maß an Feinmotorik.“
Und das hat Gabriel von Haus aus. Seit er denken kann, brauchen seine Hände etwas zu tun. Früher beim Basteln mit dem Vater, heute beim Renovieren und Instandsetzen zu Hause, beim Reparieren von alten Fahrrädern – und bei der Arbeit mit dem Holz. Und weil ihm das Spaß macht, die Arbeit ihn erfüllt, nimmt er es auch in Kauf, noch eine Weile mit dem Lehrlingsgehalt auskommen zu müssen.
Rundum zufrieden
Unterstützung bekommt er von seiner Familie, auch mal materiell. Aber besonders wichtig war ihm, dass sie seine Entscheidung für den zweiten Anlauf guthieß. „Denn was soll ich mit einem Beruf, für den schon das Aufstehen schwer fällt?“, meint er. „Da fange ich doch lieber noch einmal von vorne an“.
Die Entscheidung war richtig, denn Gabriel hat jeden Tag aufs Neue Lust, in die Werkstatt zu kommen. Er ist rundum zufrieden - sogar am Freitagnachmittag beim Putzen der Werkstatt.



