
DAS MAGAZIN IM PDF
DIE THEMENÜBERSICHT
Krisenjahr 2009 mit Gewinn beendet - Geschäftsführer Uwe Geißler im Interview
Erfolgsmodell Ausbildung - MCS Thüringen bildet aus und zieht positives Fazit
Interview mit Ingelore König Geschäftsführerin der Kinderfilm GmbH
Die media city leipzig feiert - Jubiläum für Medienstandort
Der 250.000ste Besucher zur MDR-Studiotour erwartet
Media Mobil überträgt Fecht-EM
Heißer Tanz in Shanghai - Fernsehballett beim German Ball
15.000 beim Start der MDR-Sommertour 2010
Kartenvorverkauf für Sportfreunde Stiller angelaufen
"Schloss Einstein" in den Ferien
Drehstart für 2. Staffel “dasbloghaus.tv”
Musik für Sie - Sommerspecial von der Mecklenburger Seenplatte
„Tanz aus der Reihe“ - Neue Ausstellung in der mcl
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DREFA Media Holding GmbH (Steckbrief)
DREFA MEDIA HOLDING GMBH
DREFA: Krisenjahr 2009 mit Gewinn beendet
Interview mit Uwe Geißler, Geschäftsführer der DREFA Media Holding GmbH
Die DREFA-Mediengruppe hat auch im Geschäftsjahr 2009 trotz des schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeldes Gewinne erzielen können. Uwe Geißler, einer der beiden Geschäftsführer der DREFA Media Holding GmbH, erläutert die Zahlen im Interview und gibt einen Ausblick.
Herr Geißler, welche Zahlen konnten Sie Ihrem Aufsichtsrat Anfang Juli vorlegen?
Gemeinsam mit Jürgen Vogel-Jahn konnte ich dem Aufsichtsrat die Geschäftszahlen 2009 präsentieren. Diese schätze ich in ihrer Gesamtheit als gut bis sehr gut ein. Sehr gut, was die DREFA Media Holding GmbH angeht: Das hohe Ergebnisniveau der Vorjahre, nämlich 1,2 Mio. EUR Jahresüberschuss, konnte auch 2009 bestätigt werden. Gut bis befriedigend, was den gesamten DREFA-Konzern angeht: Der Konzernüberschuss mit 0,4 Mio. EUR war zwar immer noch deutlich positiv, jedoch nicht mehr auf dem Niveau der Vorjahre.
Besonders erfreulich für mich persönlich ist, dass die DREFA-Mediengruppe auch 2009 wieder rund 600 feste Arbeitsplätze in Mitteldeutschland zur Verfügung stellen konnte.
Warum liegen die Ergebnisse von DREFA Holding und DREFA-Konzern auseinander?
Vereinfacht ausgedrückt liegt dies daran, dass die Wucht der Wirtschafts- und Finanzkrise, die 2009 auch in der Medienbranche ihren Höhepunkt hatte, die am Markt operierenden Tochtergesellschaften eher und unmittelbarer trifft. So konnten wir beispielsweise eine unserer Hauptinvestitionen der letzten Jahre, die Anschaffung eines digitalen Übertragungswagens in unserer Tochter Media Mobil, nicht ausreichend am Markt platzieren – zumindest was das Geschäftsjahr 2009 betrifft. Hier blieben leider die Aufträge schlicht hinter unseren Erwartungen zurück, so dass die Auslastung eines solchen Hightec-Geräts unbefriedigend war. Auch in anderen Tochtergesellschaften verlief das Geschäft in Teilen deutlich verhaltener als in den Vorjahren.
Dennoch hat der DREFA-Konzern hinsichtlich seines Umsatzvolumens fast an der 50-Mio.-Euro-Marke gekratzt, also müssen doch viele Töchter sehr viel zu tun gehabt haben?
Zweifelsohne war das der Fall, von Tochter zu Tochter jedoch sehr unterschiedlich. Nennen möchte ich hier beispielsweise die MCS GmbH Thüringen, die für den Auftraggeber Saxonia Media Filmproduktion GmbH technisch die KI.KA-Serie „Schloss Einstein“ betreut. Aufgrund dieser sehr guten Zusammenarbeit mit der Saxonia Media ist das Erfurter Unternehmen nun nach Leipzig expandiert und hat in der media city leipzig eine Dependance eröffnet. Die MCS GmbH Sachsen erbringt in Dresden in einem neuen, virtuellen Set studiotechnische Dienstleistungen für das MDR-Format „Kripo live“ von der Saxonia Entertainment. Um das Bild abzurunden: Die MCS GmbH Sachsen-Anhalt hat 2009 sowohl für den MDR als auch für den NDR deren Sommertouren veranstaltet.
Auch die MCA möchte ich in diesem Zusammenhang erwähnen. Der MDR hat im letzten Jahr seinen Talkshow-Blockbuster „Riverboat“ in das Studio 3 der media city leipzig verlegt, aus dem jetzt alle 14 Tage gesendet wird. Dies hat natürlich nicht nur zu forcierten Aktivitäten der dieses Studio betreuenden MCA geführt, sondern zu einer generellen Belebung der media city leipzig.
Stichwort MCA: Wie zu lesen war, konnte die MCA 2009 mit dem Bau von Filmkulissen für prestigeträchtige Kinofilme punkten.
Das ist richtig. Besonders stolz sind wir natürlich auf „Das weiße Band“. Für den Film wurden die Innenaufnahmen in der media city leipzig gedreht. Der Streifen erhielt zahllose nationale und internationale Preise und wurde sogar für den Oscar nominiert. Im Herbst kommt „Carlos – Der Schakal“ in die Kinos. Dieser Film über den Top-Terroristen der 70er Jahre wird für Aufsehen sorgen. Die MCA hat für diese Produktion aufwändige Kulissen in Halle gebaut.
Durch diese prestigeträchtigen Aktivitäten hat sich auch die gesamte DREFA-Mediengruppe einen Namen gemacht , der junge, kreative Leute anlockt. Wie sieht es mit der Nachwuchsgewinnung aus?
Gute Frage: Die Nachwuchsrekrutierung und –entwicklung liegt uns am Herzen. Im Schnitt erlernen 50 junge Frauen und Männer jährlich ihren Beruf in einem unserer Unternehmen. Im August werden die nächsten jungen Leute ihre Ausbildung beginnen. Wir hoffen, dass wir die Ausbildung auf diesem Niveau halten können. Erfahrungen haben gezeigt, dass bei uns ausgebildete Fachleute bundesweit nachgefragt sind.
Herr Geißler, wie sieht Ihr Ausblick für das aktuelle Geschäftsjahr aus?
Meine Aufgabe ist es ja primär, die finanzwirtschaftlichen Ertragskennzahlen im Konzern und in den Töchtern in der Balance zu halten. Aus diesem Grunde sehe ich natürlich mit Interesse die Etat-Bewegungen bei unserem Hauptkunden MDR. Hier gibt es zwei aktuelle Entwicklungen: zum einen die Sparmaßnahmen des MDR und zum anderen ein neues Gebührenmodell für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ab 2013.
Beide Entwicklungen werden Auswirkungen auf die Etats des MDR haben und damit auch auf das künftige Geschäftsvolumen, das wir und unsere Töchter mit dem MDR umsetzen. Wie in der Presse kürzlich berichtet, hat MDR-Intendant Reiter erklärt, dass im MDR mittelfristig rund 115 Mio. EUR eingespart werden müssen. Aus diesem Grunde sind die DREFA Media Holding GmbH und die MDR-Geschäftsleitung in Gesprächen, um darüber zu entscheiden, wie die DREFA-Mediengruppe sich diesen MDR-Sparbemühungen stellt.
Lassen Sie mich abschließend aber auch sagen: Wir sind und bleiben die Mediengruppe in Mitteldeutschland, die auch künftig eng und erfolgreich mit dem MDR bzw. mit der ARD zusammenarbeiten wird.


