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„In Darkness“ für Oscar nominiert
Interview mit MCA-Projektleiter René Zetzschke
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„In Darkness“ für Oscar nominiert
Interview mit MCA-Projektleiter René Zetzschke
Der Film "In Darkness" ist für den Oscar für den "Besten nichtenglischsprachigen Film" nominiert. Große Teile des Films wurden in Leipzig gedreht. Die MCA hat umfangreiche Dienstleistungen für die Produktion bereitgestellt. So wurde extra eine Halle im Leipziger Osten gemietet, um die Kulissen für unterirdische Szenen aufzubauen. René Zetzschke hat die Arbeiten für die MCA als Projektleiter begleitet …
Der Film "In Darkness" ist für einen Oskar nominiert. In dem Film, der gegen Ende des 2. Weltkriegs spielt, versteckt sich eine Gruppe Juden in der Kanalisation der polnischen Stadt Lvov. Sie haben den Bau der Studiokanalisation als Projektleiter der MCA begleitet. Schon mit dem Team einen Sekt aufgemacht?
Nee, wir lassen die Korken erst knallen, wenn wir auch den Oscar haben. Wobei die Freude über die Nominierung riesengroß ist. Nach der Goldenen Palme für das „Weiße Band“ und dem Golden Globe für „Carlos-Der Schakal“ wäre das quasi das I-Tüpfelchen.
Der Bau der Kanalisationsanlage war eine echte Materialschlacht. Eine 200 Kubikmeter große Kammer voller Klärbecken, 50 laufende Meter Tunnelröhre. Können Sie sich noch an die Arbeiten erinnern?
Ja, natürlich war das eine Materialschlacht. Aufgrund der tollen Produktionsvorbereitung unserer Babelsberger Kollegen, sprich vom Szenenbildner, Artdirector und vom Bauleiter, verliefen die Arbeiten professionell und störungsfrei. Wir hatten eine alte Fabrikhalle für diesen Dreh in ein Filmstudio verwandelt. Dort waren die Arbeitsbedingungen sehr gut. Der Dreh fand ja im Winter 2010 statt. Wir hatten es warm und konnten ganz normal unserer Arbeit nachgehen. Für die Kollegen der MCA war es eine tolle Erfahrung, mit den Babelsberger Kollegen zusammen zu arbeiten.
Welche Probleme bereitet Wasser bei so einer Kulisse? Pappmaché wird da kaum halten?

Grundsätzlich musst du schauen, dass die Unterkonstruktion des Beckens dem Wasserdruck stand hält und wasserdicht ist. Die teure Kamera- und Lichttechnik sollte ja nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Des Weiteren sollten die gestalteten Oberflächen wasserabweisend sein. Wenn sich die Farben samt Patina oder der Gips Putz sich von der Unterkonstruktion löst, wäre das beim Dreh katastrophal.
Im Film sieht man viele Spezialeffekte. Was musste die Kulissenbauer und Dekorateure beachten?
Damit die SFX Abteilung ungehindert arbeiten konnte, mussten alle Konstruktionen an den entsprechenden Stellen verstärkt werden. Auch wurden zum Beispiel technische Zugänge für die SFX Crew geschaffen, damit sie an diversen Deckenöffnungen Steine, Wasser etc. herunterrasseln lassen konnte.
Am 26. Februar, am späten Abend unserer Zeit, werden die Oscars verliehen. Was machen Sie da?
Na, die Verleihung verfolgen und hoffentlich die Korken knallen lassen.


