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DIE THEMENÜBERSICHT
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Geschäftsführer Gregor Mucha im Interview
Neue Märkte im Blick - DREFA MSG präsentiert sich auf Messe in Dubai
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„Musik für Sie“ im Altenburger Land
Sonntag – die Show der Überraschungen
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Media Mobil GmbH (Steckbrief)
MEDIA MOBIL GMBH
Wir kennen das Auto, wissen genau, was es kann
Gregor Mucha, Geschäftsführer der Media Mobil GmbH, im Interview
Seit einem Jahr arbeitet die Media Mobil GmbH mit ihrem HD-Flaggschiff Ü8. Der moderne Übertragungswagen war während dieses Jahres bei über 50 Produktionen im Einsatz. MMG-Geschäftsführer Gregor Mucha zieht im Interview Bilanz und wagt einen Ausblick.
Vor einem Jahr haben Sie zur Berlinale Ihren neuen Ü8 eingeweiht. Was war denn die spannendste Produktion in dem Jahr?
Nun, schon der Auftakt war spektakulär. Auf dem neuen Auto zu so einem internationalen Topevent – das war aufregend. Bei der Inbetriebnahme eines solchen Systems gibt es immer Dinge, die man nicht vorhersehen konnte. Wir haben aber zu jedem der kleinen Probleme eine Lösung gefunden. Insgesamt war das natürlich eine spannende Produktion.
Im weiteren Verlauf des Jahres ragen die Landtagswahlen Thüringen heraus. Da haben wir die Übertragung für die gesamte ARD gemacht. Das war sicher die aufwändigste Produktion 2009.
Ansonsten hatte das Jahr viele weitere Highlights: Die Carreras-Gala, der Europäische Filmpreis 2009, die Feste der Volksmusik, das Lichterfest in Leipzig, die 800-Jahr-Domweihe in Magdeburg, wir waren am Kanzler-Duell beteiligt …
Ich persönlich fand auch die Box-Abende in Nürnberg und Ludwigsburg sehr interessant. Das war unser Einstieg ins ARD-Boxen.
Apropos Boxen. Da produzieren Sie für den internationalen Markt und für Das Erste …
Ganz genau. Da werden zwei komplett verschiedene Signale produziert. Die große Regie produziert die Kämpfe neutral und objektiv. In einer zweiten Regie kommen zu diesen Bildern noch weitere hinzu, die nur für das nationale Publikum bestimmt sind. Mehrere Kameras zeichnen Moderationen und Kommentare auf.
Für Archivzwecke wird noch eine sogenannte Cleanfeed-Version produziert, ohne Schrift-Einblendungen.
Der Ü8 ist riesig. Wie viele Leute arbeiten auf dem Auto, wenn die Möglichkeiten ausgeschöpft werden?
Da gibt es zwei Regien, mit Plätzen für den Regisseur, den Bildmischer und den leitenden Redakteur. Wir haben allein fünf Slomo-Maschinen, oft produzieren vier davon Zeitlupen, die fünfte macht den sogenannten Highlight-Schnitt. Da werden zum Beispiel die besten Szenen aus einer Boxrunde zusammengeschnitten. Dann gibt es noch die zweite Regie, die Bildtechnik und eine Tonregie. So kommen schnell 20 Personen auf dem Auto zusammen. Draußen arbeiten die Kameraleute, die Assistenten am Set, die Kabelhilfen. Eine Crew von 50 Leuten ist bei einer Großproduktion nicht selten.
Das klingt nach enormem Aufwand. Hat sich mit der technischen Entwicklung auch die Bildsprache verändert?
Die Bildgestaltung entwickelt sich, gar keine Frage. Heute gibt es zum Beispiel Super-Slomo-Kameras. Die zeichnen drei Mal so viele Bilder pro Sekunde auf wie herkömmliche. Dadurch ist die Bewegungsauflösung viel detaillierter. Man sieht beim Boxen nun genauer, wie sich das Gesicht bei einem Schlag verformt und wie es wieder in die ursprüngliche Form zurückfindet. Das ist sicher Geschmacksache, aber so etwas gab es vor zehn Jahren noch nicht. Und natürlich bringt die schiere Anzahl der Kameras neue Möglichkeiten. Beim Boxen wird heute stets eine Polecam und ein Kran eingesetzt. Eine Kamera hängt im Beleuchtungsrigg und bringt die Perspektive von oben. Allein schon die Vielfalt schafft Dynamik.
Vom Inhalt her ganz anders als Boxen ist die große Politik. Gibt es da auch besondere Herausforderungen bei der Übertragung?
Politik unterscheidet sich in der Tat für die Mannschaft eines Übertragungswagens sehr vom Sport. Die zeitlichen Intervalle sind sehr hoch, Wahlen sind nur alle vier bis fünf Jahre. In dieser Zeit ändert sich in der Technik so viel, da kann man einfach keine Routine entwickeln. Insofern sind das immer spannende Produktionen.
Mit dem Ü8 sind Sie ganz vorn dran in der Übertragungstechnik. Was sind die Highlights in diesem Jahr?
Wir haben die Zusage, dass wir in diesem Jahr weiterhin die Boxnächte in der ARD übertragen werden. 2010 gibt es weniger politische Höhepunkte als 2009. Aber das 20-jahrige Jubiläum der Deutschen Einheit haben wir im Blick. Und wir gehen optimistisch in das Jahr. Wir kennen das Auto, wissen genau, was es kann und was wir können.


