Mediennews
Handwerk will andere GEZ-Gebühren
Das deutsche Handwerk protestiert gegen die geplante Reform der Rundfunkfinanzierung und fordert dringend eine Korrektur durch die Bundesländer. „Die Reform bringt massive Mehrbelastungen für die Handwerks-Betriebe, die Tausende Euro zusätzlich für nicht in Anspruch genommene Leistungen bezahlen sollen“, sagte Otto Kentzler, der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks einer Tageszeitung.
Durch das ab 2013 geplante Gebührenmodell, das die Rundfunkgebühr pro Haushalt und Betrieb kassiert, werde das Handwerk „geradezu geschröpft“, kritisierte Kentzler. Nach den Plänen müssten Unternehmen für jede Betriebsstätte Gebühren bezahlen, auch wenn es dort keine Rundfunkgeräte gebe. Obendrein steige die Belastung mit der Beschäftigtenzahl.
Derweil machte sich ein GEZ-Kontrolleur im sächsischen Schellerhau noch unbeliebter, als das sein Beruf vermuten lässt. Wie die Sächsische Zeitung am Wochenende berichtete, tauchte der Mann betrunken zur Kontrolle in einer Gaststätte auf. Der Wirt benachrichtige die Polizei, der Kontrolleur flüchtetet im Smart – verfolgt vom Wirt – und wurde nach längerer Verfolgungsjagd gestellt. Der Führerschein wurde dem GEZ-Mann bereits entzogen, dafür hat er eine Anzeige des Wirtes wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung am Hals.
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